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Pater Felix mit Kind in Burkina Faso

Pater Felix: „Im Jahr 2011 wurde ich zu einer Priesterweihe in Burkina Faso eingeladen. Fein, dachte ich mir, bei dieser Gelegenheit lerne ich ein völlig neues Land und eine völlig neue Kultur kennen! Ich war noch nie in Afrika gewesen und interessierte mich schon lange für diesen großen Kontinent. Ich war zutiefst beeindruckt von der Gastfreundschaft der Burkinabé, von den fröhlichen Menschen, von den Rhythmen der Musik, von den Farben der Blüten und Textilien… Aber gleichzeitig hat mich die Not im drittärmsten Land der Welt sehr bedrückt. Noch auf der Heimreise war mir klar, dass es nicht bei diesem einen Besuch bleiben darf! Ich kann nicht so tun, als wäre ich nicht dort gewesen: Ich muss etwas tun!“

Schauen Sie sich hier ein kurzes Video über das Sozialprojekt des Stiftes Melk in Burkina Faso an:

„Burkina in aller Kürze“

Burkina Faso ist ein Binnenland in Westafrika. Es liegt südlich von Mali, nördlich von der Elfenbeinküste und von Ghana. Bis 1984 hieß Burkina Faso Obervolta und bis 1960 war es eine Kolonie von Frankreich. Hauptstadt ist Ouagadougou. Das Land liegt in der Sahelzone; es hat tropisches Wechselklima. In Burkina gibt es ungefähr 60 verschiedene Stämme und Stammessprachen. Amtssprache ist Französisch; sie wird allerdings nur von einer Minderheit gesprochen. Die meisten Burkinabé sind dem Islam zugehörig. Christen und Moslems leben in großer gegenseitiger Wertschätzung mit einander. Der größte Teil der Bevölkerung lebt von eigenen Anbau von Obst, Gemüse und Getreide. Hirse, Mais und Reis sind von besonders großer Bedeutung. Es wird auch Baumwolle angebaut; diese gute Baumwolle kann aber nur schlecht auf dem Weltmarkt verkauft werden, da andere Märkte mit großen Summen subventioniert werden. Wichtigstes Exportgut ist das Gold. Über 70% der Burkinabé sind Analphabeten. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist auf dem Land kaum vorhanden. In den Städten gibt es zwar auch Kliniken, aber für den Großteil der Bevölkerung ist ein Aufenthalt unbezahlbar.