Unterstützung unterernährter Kinder

Unterstützung für unterernährte Kinder im Medizinischen Zentrum Notre Dame De La Miséricorde in Bam (Diözese Ouahigouya).

Ausbildungspatenschaften und Schulmahlzeiten sind unsere Langzeit-Unterstützungs-Projekte. Daneben werden einzelne Projekte wie der Bau einer Krankenstation oder einer Küche oder der Bau von Brunnen durchgeführt. Hinzu kommt nun das Zentrum für unterernährte Kinder in Bam in der Diözese Ouahigouya. Abbé Prosper, der Direktor des Zentrums, erklärt, worin er die Aufgaben der Einrichtung sieht:

In unseren Dörfern sind viele Kinder von Unterernährung betroffen. Analphabetismus, fehlende Schulbildung und Armut sind die Hauptursachen für dieses Übel, dessen Folgen zahlreich und gefährlich sind. Tatsächlich verzögert Unterernährung das Wachstum eines Kindes in jeder Hinsicht. Es macht sie anfällig für Keime, macht sie krank und führt sogar zum Tod. Die Lösung für dieses Problem besteht darin, sich um unterernährte Kinder zu kümmern, Mütter oder Familien zu sensibilisieren und bzgl. Ernährung ihrer Kinder zu schulen. Das Zentrum für Ernährung und Erziehung (CREN) des Medizinischen Zentrums Notre Dame de la Miséricorde von Bam (CMDB) versucht, zu dieser Gesundheitsversorgung für Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren in der Provinz Bam und sogar in der nördlichen Zentralregion beizutragen. Durchschnittlich nimmt das CREN 150 Kinder im Jahr stationär auf. In den umliegenden Dörfern (Pouni, Tansèèga, Bam-Dorf usw.) untersucht das CREN Kinder auf Unterernährung, indem es die Mütter sensibilisiert und sich um stark unterernährte Kinder kümmert. Es besteht ein echter Bedarf, Familien bei der Ernährungsversorgung ihrer Kinder zu unterstützen. Aus diesem Grund setzt das CREN folgende Projekte um:

– Sensibilisierung und Schulung von Müttern 

Diese Arbeit wird darin bestehen, Mütter und Pflegemütter einmal wöchentlich im CREN zusammenzubringen, um Themen im Zusammenhang mit der Gesundheits- und Ernährungsversorgung von Kindern zu diskutieren. Das wöchentliche Treffen wird mit Hilfe von Community-based Health Workers (CBHA) möglich sein, die unsere Vermittler in den Dörfern sein werden. Da Bilder leichter lehren als Worte, werden wir Animationsmaterial benötigen, das aus einem Videoprojektor, einem Mikrofon und Stühlen für die verschiedenen Sitzungen besteht.

– Unterernährte Kinder aufsuchen 

Bei Feldbesuchen in den Dörfern werden unterernährte Kinder aufgesucht und die schwersten Fälle an das CREN weitergeleitet, wo die Kinder mit ihren Müttern oder Pflegeeltern untergebracht werden. Es ist zu beachten, dass die Eltern auch von sich aus kommen und die Situation ihrer Kinder offenlegen und um Hilfe und Begleitung bitten. In allen Fällen erfordert die Aufnahme dieser zerbrechlichen Wesen menschliche, materielle und finanzielle Mittel. Es gibt zwei Zimmer mit einer Kapazität von 20 Personen, aber es fehlt an Betten und Matratzen. Die Eltern werden gebeten, zu ihrer Betreuung beizutragen, aber die Leute, die ankommen, sind sehr arme Menschen, die in der Regel nichts haben, und es ist notwendig, sie während der Zeit der Genesung des Kindes mit Nahrung zu versorgen.

– Das Bohrloch des CREN funktionsfähig machen

Das CREN verfügt über ein Bohrloch, aber es gibt permanent ein Wasserproblem, und die Frauen sind oft gezwungen, das Zentrum zu verlassen, um anderswo Wasser zu holen. Die Ursache dieses Problems wird darin gesehen, dass das bestehende Bohrloch verstopft ist. Außerdem hat die Pumpe während der Trockenzeit, wenn viel Wasser benötigt wird, nicht genug Energie, um Wasser zu pumpen. Die Lösung besteht darin, das Bohrloch erneut zu durchstoßen um den Durchfluss wieder zu ermöglichen und es mit einer Solarpumpe auszurüsten. 

– Initiierung der Gartenarbeit innerhalb des CREN

Das Innere des CREN-Hofes ist recht groß und eignet sich für Gartenarbeiten und das Pflanzen von Obstbäumen. Wenn das Bohrloch des Zentrums gut funktioniert, können die beherbergten Frauen die Gartenarbeit übernehmen, deren Früchte zur Verbesserung der Ernährungsqualität der Kinder verwendet werden, und der Überschuss kann verkauft werden, um den allgemeinen Betrieb des Hauses zu unterstützen. Hier wird zusätzlich ein Gärtner notwendig sein. 

– Lokale Produkte in Lebensmittel verwandeln

Mit Unterstützung einer Ordensschwester werden die Frauen lokale Früchte wie Erdnüsse, Hirse und Soumbala zu Babynahrung verarbeiten, um die unterernährten Kinder besser kräftigen zu können. Diese Produkte werden auch in der Stadt zum Kauf angeboten und sollen der finanziellen Autonomie des CREN dienen. Was die Nachhaltigkeit des Projekts betrifft, so gilt festzuhalten, dass die Frauen in der Lage sein werden, die Verarbeitung lokaler Produkte in ihren Dörfern fortzusetzen und so ein kleines Einkommen zu erwirtschaften. 

– Medizinische Überwachung von Kindern, die im CREN untergebracht sind

Die im CREN aufgenommenen Kinder leiden zusätzlich zu ihrer Unterernährung auch an schweren Krankheiten; diese Kinder werden ins Medizinische Zentrum gebracht. Dank der nationalen Politik der kostenlosen Betreuung von Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren und schwangeren Frauen können Kinder aus sehr armen Familien von einer bestimmten Betreuung profitieren. Der von der nationalen Politik angebotene Beitrag bleibt jedoch begrenzt, und die Familien sind verpflichtet, den fehlenden Betrag für die Betreuung der Kinder selbst zu tragen. Dies ist für viele in Armut lebende Familien nicht einfach und das Kind wird ohne Pflege bleiben. Es ist daher notwendig, einen kleinen Fonds zu haben, um Kinder aus extrem armen Familien zu unterstützen.

Bitte unterstützen Sie uns in den Bemühungen, den Kindern eine Zukunft zu schenken! Danke!

10. Reise nach Burkina Faso

19. Jänner bis 5. Februar 2020 

Schon im Vorfeld meiner Reise bin ich immer wieder gefragt worden, ob es mir nicht zu gefährlich erscheint, in Zeiten wie diesen nach Burkina Faso zu reisen. Schließlich ist die Sicherheitslage in einigen afrikanischen Staaten sehr angespannt. Natürlich mach ich mir auch meine Gedanken und nehme die Entwicklung mit Besorgnis wahr. Das führte sogar so weit, dass ich einen Schrecken bekam, als mich der Botschafter von Burkina zu Weihnachten anrief. Ich dachte, jetzt verbietet er es mir nach Burkina zu reisen. Dabei wollte er mir lediglich seine Weihnachtsgrüße übermitteln. Ein Stein fiel mir vom Herzen! 

Während meiner Reise hielt ich mich strikt an die Ratschläge meiner jeweiligen Gastgeber. Leider war es mir deswegen nicht möglich, alle Projekte vor Ort zu besuchen. 

Doch so wurden besorgniserregende Zwischenfälle vermieden. Ein Dank sei auch Abbé Félix ausgesprochen, welcher um meine Sicherheit sehr besorgt war. 

Am 19. Januar geht’s zunächst nach Paris. Um 22 Uhr komme ich schließlich in Ouagadougou an. Aimé und Yacouba, mein Patenkind, warten schon auf mich. Sie helfen mir mit meinen drei Koffern. Freundlicherweise hat Air France den dritten Koffer, welcher voller Medikamente ist, kostenfrei transportiert. Der ermüdende Reisetag wird abgeschlossen mit einem feinen Abendessen bei meinen wunderbaren Gasteltern Aimé und Pauline. 

Abbé Boniface ist in den Tagen meines Aufenthalts fast immer an meiner Seite. (Foto 1).  Er chauffiert mich sicher an meine Destinationen. Zunächst besuchen wir den landwirtschaftlichen Betrieb in Bagré Pôle. Landwirte können hier ihren Reis abliefern. In chinesischen Maschinen wird dieser von den Schalen gereinigt und schließlich abgepackt (Foto 2). Es wird hier sehr guter Reis produziert, welcher allerdings nicht exportiert werden kann, da der Bedarf im Land zu groß ist. Deswegen wird auch Reis aus China importiert, welcher oft schon Jahre alt ist. Aufgrund der mangelhaften Qualität des importierten Reises ist dieser viel günstiger und für die Einheimischen besser zu erwerben. 

Foto 1
Foto 2

Auf dem Gelände befindet sich auch eine Fischzucht, welche erst vor wenigen Jahren durch Unterstützung aus dem Ausland angelegt wurde. Der Bedarf an Fisch ist ebenfalls größer als das Angebot. So verwundert es, dass der Regierung nicht viel daran gelegen zu sein scheint, diese Zucht zu erhalten. Es sind nur noch wenige Becken in Betrieb. 

In Tenkodogo besuchen wir Emmanuel Ouedraogo (Foto 3), den Bruder von Abbé Félix. Er war der frühere Direktor der École Basnéré in Ouahigouya. Zu seiner Zeit haben wir in der École Basnéré damit begonnen, den Schulkindern die Mahlzeiten zu finanzieren. 

Foto 3

Dank der Unterstützung der Landschaftsapotheke Melk, der Schwarzwaldapotheke Bad Krozingen und von Herrn Gerhard Scheiber konnte ich einen ganzen Koffer voller Medikamente und medizinischen Materials mit nehmen. Diese Hilfsmittel übergebe ich dem Direktor, Abbé Prosper (Foto 4) des Centre Médical Diocésain de Bam in Kongoussi. Übrigens wollte der Zollbeamte in Ouagadougou den Koffer genauer betrachten. Zum Glück hatte ich ein Schreiben des Botschafters dabei. So war das Ganze in einer Minute erledigt. 

Foto 4

Ich habe auch die Möglichkeit, mich mit Francois, dem ältesten Bruder von Abbé Félix, zu treffen. Er gibt mir ein großes Sackerl feiner Erdnüsse für daheim mit. 

Im College Sainte Marie in Ouahigouya begrüßt mich der Direktor, Abbé Hyacinthe (Foto 5). Hier treffe ich auf ‚unsere’ Patenkinder. Inzwischen gibt es 23 Patenschaften; Leute aus Österreich und Deutschland übernehmen für die Dauer der Schulausbildung die Kosten für Schule, Verpflegung und Internat (Foto 6). Es freut mich sehr zu hören, dass die Kinder die Unterstützung zu schätzen wissen. Sie geben ihr Bestes, um mit guten Resultaten das Schuljahr abzuschließen. 

Foto 5
Foto 6

Ich habe den Direktor darum gebeten, die Kinder aus möglichst armen Familien auszuwählen. 

Da ich die Schule in Tikaré, deren Ausbau das Schottengymnasium Wien unterstützt, aus Sicherheitsgründen nicht besuchen kann, besucht mich der Direktor des Lyceé Saint Antoine de Padoue von Tikaré und berichtet mir vom Verlauf der Arbeiten an seiner Schule. Er gibt mir auch eine Videobotschaft für die Sponsoren in Wien mit, in welcher er seinen Dank zum Ausdruck bringt. 

Tags drauf besuche ich die École Basnéré in Ouahigouya, welche wir schon fast von Anfang an mit Schulmahlzeiten unterstützen. Die Kinder sagen Gedichte auf und singen. Einfach wunderschön! (Foto 7). In der Mittagspause lädt der Direktor zum Mittagessen ein. Büffelfleisch und Reis. Dieselbe Mahlzeit, welche auch die Kinder bekommen. Bevor ich mich verabschiede, überreiche ich dem Direktor hunderte Luftballons für die Pause der Kinder und Gummibärchen, welche die Kulturvermittler unseres Museums gesammelt haben. 

Foto 7

Auf unserem Weg in den Süden des Landes kommt uns ein großer Militärkonvoi entgegen. Gepanzerte Fahrzeuge und Panzer. Auf den Fahrzeugen sitzen Männer in Gefechtsbereitschaft. Sie kommen vom nächstgelegenen Hafen, vermutlich von der Elfenbeinküste. Sie sind auf dem Weg in den unsicheren Norden des Landes. Es tut so gut wahrzunehmen, dass nun endlich versucht wird, effektiv gegen den radikalen Islamismus vorzugehen. Mögen ihre Bemühungen von Erfolg gekrönt werden, sodass endlich wieder Friede und Sicherheit einkehrt bei Menschen, die eh schon um ihre Existenz kämpfen müssen. (Foto 8) 

Foto 8

Die Moschee von Bobo Dioulasso, welche letztes Jahr wegen der Restaurierungsarbeiten unansehnlich war und welche zu den UNESCO-Weltkulturerbe-Kandidaten gehört, erstrahlt inzwischen in neuem Glanz. (Foto 9) 

Foto 9

Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage konnte ich ein paar der neu gebauten Brunnen nicht besuchen. Die Einheimischen sind davon überzeugt, dass es nächstes Jahr anders sein wird. Möge es zutreffen! 

Der Besuch der Anlage von Laongo steht auch auf dem Plan. Hier fertigen Künstler aus aller Welt Kunstwerke aus Stein an. (Foto 10)

Foto 10

Gegen Ende meines Besuches konnte ich auch noch Bischof Justin von Ouahigouya und Kardinal Philippe von Ouagadougou besuchen. Letzterer lud meinen ständigen Begleiter Abbé Boniface und mich auch zum Abendessen ein. Beide Bischöfe waren Ende vergangenen Jahres bei uns zu Besuch. (Foto 11) 

Foto 11 (mit Kardinal Philippe Ouedraogo)

Der Abschied fiel mir mal wieder sehr schwer. Doch nach dem Besuch ist vor dem Besuch. 

Infoabend zu Burkina Faso

Am 6. Dezember fand ein Informationsabend zu unserem Sozialprojekt in Burkina Faso statt. Bischof Justin Kientega berichtete über die aktuelle Situation in seinem Land und im Besonderen in seiner Diözese Ouahigouya. Er bedankt sich bei den Sponsoren und bittet auch weiterhin um Unterstützung der Kinder und Jugendlichen. Es konnten ihm 10.000€ Soforthilfe für die vor dem Terrorismus geflüchteten Kinder und Familien mitgegeben werden.
Thomas Pfeffer zeigte an diesem Abend seinen Film, welchen er beim letzten Aufenthalt in Burkina Faso gemacht hat. Herr Johann Seiberl von der Firma PrintOn fertigte einen schönen Kalender mit Portraits von Kindern und Jugendlichen aus Burkina Faso an und stellt ihn kostenfrei zur Verfügung. Gegen eine Spende von 6€ kann er bei mir (P. Felix; Kontakt: felix@stiftmelk.at) erworben werden. Der Erlös kommt zu 100% den Kindern zugute. Danke, Herr Seiberl, Danke, Thomas!
V.l.n.r.: Abbé Félix Ouedraogo, Thomas Pfeffer, Johann Seiberl, Bischof Justin Kientega, Abt Georg, P. Felix.

Ehrung für Heinz Schuberth

Am 30. November wurde Heinz Schuberth von Bischof Alois Schwarz für sein Engagement für unser Sozialprojekt mit dem päpstlichen Orden „Pro Ecclesia Et Pontifice“ ausgezeichnet. Mehrmals hat er sich auf lange Pilgerschaft begeben und dabei immer wieder zu Spenden für ‚unsere Kinder‘ in Burkina Faso aufgerufen. Dadurch kam ein großer Spendenbetrag zustande! Danke, Heinz!

Spendeninformationen

Steuerlich absetzbare Spenden (mit Bescheinigung):
JUGEND EINE WELT-Don Bosco Aktion Österreich Stift Melk
Raiffeisen-Landesbank Tirol
IBAN: AT29 3600 0019 0002 4000
BIC: RZTIAT22
Bitte Postanschrift und Geburtsdatum bei der Überweisung angeben!

Spendenkonto (ohne Bescheinigung):
Christof Fütterer Burkina Faso Sparkasse Niederösterreich AG
IBAN: AT42 2025 6000 0142 3516
BIC: SPSPAT21XXX

Begegnung mit Bischof Justin Kientega

Am Freitag den 6. Dezember, 19 Uhr, gibt es für Interessierte und Freunde unseres Sozialprojektes in Burkina Faso die Möglichkeit, mit Bischof Justin Kientega aus Burkina Faso ins Gespräch zu kommen. Bischof Justin steht der Diözese Ouahigouya vor. Dort helfen wir Kindern und Jugendlichen vor allem darin, eine Schulausbildung zu bekommen, aber auch Essen und Wasser. 

Das Treffen findet im Gästehaus des Stiftes statt. 
Ich bitte um Anmeldung per E-Mail an felix@stiftmelk.at
An diesem Abend wird auch für das leibliche Wohl gesorgt.
Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen!  🙂

Hilfe für Burkina Faso

Die Schwarzwaldapotheke in Bad Krozingen stellt medizinische Hilfe für Burkina Faso zur Verfügung! Sie kommt dem kirchlichen Krankenhaus in Kongoussi (Diözese Ouahigouya) zugute. Herzlichen Dank, Herr Rottler, für Ihre Unterstützung!

Sportunterricht im College Sainte Marie

Das College Sainte Marie befindet sich in der Diözese und in der gleichnamigen Stadt Ouahigouya in Burkina Faso. Hier gehen 700 Mädchen auf die Schule. Für einige von ihnen gibt es auch die Möglichkeit ins Internat zu gehen.

Schulbau in Tikaré

Der Schulneubau in Tikaré ist schon fortgeschritten! Herzlichen Dank allen Unterstützern, insbesondere dem Schottengymnasium in Wien!!